Deutsche Autofahrerinnen und Autofahrer verschwenden laut INRIX durchschnittlich 41 Stunden pro Jahr mit der Parkplatzsuche. Das kostet Zeit, Nerven und Geld: Insgesamt entstehen dadurch über 40 Milliarden Euro an Verlusten jährlich in Deutschland. Dabei stehen tausende Stellplätze auf Firmengeländen nachts und an Wochenenden nahezu leer. Shared Parking schließt genau diese Lücke: indem Unternehmen ihre Parkflächen außerhalb der Kernzeiten gezielt für externe Nutzende öffnen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Shared Parking bezeichnet die zeitlich gesteuerte Öffnung von Firmenparkplätzen für externe Nutzergruppen
  • Bis zu 95 % der Unternehmensstellplätze stehen nachts und am Wochenende leer
  • Durch geteilte Parkflächen lässt sich der Gesamtbedarf an Parkraum um bis zu 25 % senken
  • Unternehmen, Anwohnende und Städte profitieren gleichzeitig
  • Digitale Lösungen machen die Umsetzung kontrolliert, sicher und ohne großen Aufwand möglich

Was bedeutet Shared Parking?

Shared Parking bezeichnet die gezielte Freigabe von Parkflächen an externe Nutzergruppen zu Zeiten, in denen diese Flächen intern nicht benötigt werden. Ein Unternehmensgebäude mit 80 Stellplätzen nutzt diese tagsüber vollständig für Mitarbeitende. Abends, nachts und an Wochenenden stehen dieselben Plätze leer. Über eine digitale Plattform können Anwohnende, Hotelgäste oder Pendlerinnen und Pendler diese Zeiten buchen und den Parkplatz kontrolliert nutzen.

Das Konzept setzt nicht auf neue Flächen, sondern auf bessere Nutzung vorhandener Infrastruktur. Wer Mitarbeiterparkplätze digital verwaltet, kann dieselbe Plattform nutzen, um externe Kontingente zu definieren und Zugänge sauber zu trennen.

Wie groß ist das ungenutzte Potenzial auf Firmenparkplätzen?

Unternehmenseigene Parkflächen gehören zu den am stärksten unterschätzten Ressourcen in deutschen Innenstädten. Selbst zu Spitzenzeiten stehen bis zu 30 % der Mitarbeiterparkplätze leer. Außerhalb der Kernarbeitszeiten liegt der Leerstand bei bis zu 95 %.

Das hat strukturelle Gründe: Starre Dauerparkerregelungen und feste Stellplatzzuweisungen orientieren sich nicht am tatsächlichen Bedarf. Homeoffice-Tage, Urlaub, Dienstreisen und Teilzeitmodelle sorgen dafür, dass ein erheblicher Teil der Fläche täglich ungenutzt bleibt.

Für Anwohnende auf der anderen Seite ist genau dieser Zeitraum, abends und nachts, der Moment, in dem sie einen Stellplatz brauchen. Shared Parking überbrückt diese zeitliche Lücke, ohne dass beide Seiten sich dabei in die Quere kommen.

Wer profitiert von Shared Parking?

Shared Parking ist kein einseitiges Konzept. Es erzeugt Mehrwert für drei Gruppen gleichzeitig.

Unternehmen steigern die Auslastung ihrer Flächen und generieren zusätzliche Einnahmen ohne Investitionskosten. Gleichzeitig verbessern sie ihre Nachhaltigkeitsbilanz, ein Argument, das für ESG-Berichte und Standortentwicklung zunehmend an Gewicht gewinnt. Wie sich das auf den wirtschaftlichen Gesamtnutzen einer Parkflächenstrategie auswirkt, zeigt unser Artikel zum ROI im Parkraummanagement.

Anwohnende und externe Nutzende finden verlässliche Stellplätze in der Nähe, ohne langen Suchverkehr. Der durchschnittliche Parksuchverkehr macht laut Sonah 30 bis 40 % des gesamten innerstädtischen Verkehrs aus. Kürzere Suchwege bedeuten weniger CO₂, weniger Kraftstoffverbrauch und weniger Stress.

Städte und Kommunen entlasten den öffentlichen Parkraum, ohne neue Flächen versiegeln zu müssen. Studien zeigen, dass Shared Parking den Gesamtbedarf an Parkraum um bis zu 25 % senken kann. In Innsbruck nutzten Anwohnende innerhalb weniger Monate 30 % der freigegebenen Supermarktstellplätze außerhalb der Öffnungszeiten, ohne dass es zu Konflikten mit dem Betrieb kam.

Was brauchen Unternehmen, um Shared Parking umzusetzen?

Shared Parking funktioniert nur mit einer klaren digitalen Steuerung. Ohne sie entstehen Konflikte zwischen internen und externen Nutzenden, unkontrollierter Zugang und fehlende Transparenz über die Auslastung.

Eine geeignete Plattform ermöglicht drei Dinge: erstens die zeitliche Trennung zwischen interner und externer Nutzung, zweitens die Kontrolle über Zugänge per App, QR-Code oder Kennzeichenerkennung, und drittens die vollständige Auswertung, wer wann welchen Platz genutzt hat.

ParkEfficient bildet alle drei Anforderungen in einer Lösung ab. Parkflächen lassen sich in Zeitfenster aufteilen, externe Kontingente separat freischalten und Buchungen vollständig dokumentieren. Die Funktionen im Überblick zeigen, welche Einstellungen dabei relevant sind. Wer zusätzlich Ladeinfrastruktur einbinden möchte, kann E-Ladepunkte direkt in das Shared-Parking-Modell integrieren.

Für gewerbliche Betreiber, die mehrere Standorte oder Mietergruppen steuern, bietet AssetOS eine darauf spezialisierte Plattform.

Fazit

Shared Parking löst ein konkretes Problem: Parkraummangel in Innenstädten trotz vorhandener Flächen. Wer Firmenparkplätze außerhalb der Kernzeiten gezielt öffnet, schafft Mehrwert für Anwohnende, entlastet die Stadt und steigert gleichzeitig die Wirtschaftlichkeit der eigenen Fläche.

Der Aufwand ist überschaubar. Die Voraussetzung ist eine digitale Plattform, die interne und externe Nutzung sauber trennt und vollständig dokumentiert. ParkEfficient übernimmt genau das. Erfahren Sie in einem kostenlosen Erstgespräch, wie Shared Parking für Ihren Standort konkret aussehen kann.

Häufig gestellte Fragen

Was ist Shared Parking?

Shared Parking bezeichnet die zeitlich gesteuerte Freigabe von Parkflächen an externe Nutzergruppen. Unternehmenseigene Stellplätze, die tagsüber von Mitarbeitenden genutzt werden, stehen abends, nachts oder am Wochenende für Anwohnende, Hotelgäste oder andere externe Buchende zur Verfügung. Die Steuerung erfolgt digital über eine Plattform.

Lohnt sich Shared Parking für Unternehmen?

Ja. Unternehmen können pro Stellplatz und Monat zwischen 50 und 80 Euro Zusatzumsatz erzielen, ohne in neue Infrastruktur investieren zu müssen. Gleichzeitig verbessert sich die Auslastung bestehender Flächen und das Unternehmen leistet einen messbaren Beitrag zur Reduktion von Parksuchverkehr.

Gibt es Konflikte zwischen internen und externen Nutzenden?

Bei richtiger digitaler Steuerung nicht. Eine geeignete Plattform trennt Zeitfenster für interne und externe Nutzung klar voneinander, kontrolliert Zugänge automatisch und dokumentiert alle Buchungen. Überschneidungen werden dadurch technisch verhindert.

Ab wann macht Shared Parking Sinn?

Shared Parking lohnt sich sobald Stellplätze außerhalb der Kernzeiten regelmäßig leer stehen und gleichzeitig eine externe Nachfrage im direkten Umfeld besteht, zum Beispiel durch Anwohnende ohne eigene Parkplätze. Das ist in städtischen Lagen mit gemischter Nutzung fast immer der Fall.

Wie wird der Zugang bei Shared Parking geregelt?

Der Zugang erfolgt digital: per App, QR-Code oder Kennzeichenerkennung. Externe Buchende erhalten nur zu den gebuchten Zeiten Zugang. Außerhalb dieser Fenster bleibt die Fläche ausschließlich für interne Nutzende reserviert.

Maximilian Bahr
Smart Parking
Nov 21, 2025
7

Lernen Sie ParkEfficient kennen

In einem kurzen Erstgespräch besprechen wir gemeinsam, ob ParkEfficient die richtige Lösung für Sie ist.

+300 %
Mehr Auslastung
100 %
Transparenz
24/7
Vermittlung